Kindersingewoche - Inklusion gelebt in einer Kinderfreizeit

Wozu gibt es uns?
Inklusion in einer Kinderfreizeit

Wann begegnen sich Kinder mit und ohne Behinderung, aus verschiedenen Schulen, wie zum Beispiel Förderschulen und Gymnasien, und haben gemeinsam Spaß?
Das ist leider eher selten! Dabei können sie so viel voneinander lernen. Das betrifft nicht nur die behinderten Kinder oder die Kinder aus den Förderschulen.

Deshalb gibt es die Kindersingewoche, eine inklusive Kinderfreizeit, die gemeinsam von der Golgatha-Gemeinde Heldrungen der SELK (Selbstständige Evangelische Lutherische Kirche) und dem CVJM Thüringen e.V. (Christlicher Verein Junger Menschen) veranstaltet wird.

Kinderfreizeit gestützt durch kirchliche Träger

Wir bieten traditionell von Ostermontag bis Samstag, also in den Osterferien, eine inklusive Freizeit an. Kinder im Alter zwischen 7 und 13 Jahren, mit und ohne Behinderung, egal welchen sozialen Hintergrundes, erarbeiten gemeinsam mit einem professionellen (Kirchen-)Musiker ein Musical. Am Ende der Woche wird dieses, zumeist in einer Kirche, vor Publikum zur Aufführung gebracht.

Bei diesem gemeinsamen Projekt wachsen die Kinder zusammen und die Grenzen zwischen behindert und nichtbehindert, arm und reich werden völlig unwichtig. Das gemeinsame Ziel verbindet!
Ob beim Spielen, beim Toben, dem Herstellen der Kulissen oder der gegenseitigen Unterstützung – die Kinder erkennen, dass es darauf ankommt, etwas gemeinsam zu schaffen. Dabei treten die Unterschiede in den Hintergrund.

Engagierte ehrenamtliche Helfer und Helferinnen bereiten Kindern eine unbeschwerte Freizeit und ein gemeinsames Erfolgserlebnis.

Zur Geschichte der inklusiven Kindersingewoche

Gemeinsame Erfolgserlebnisse waren schon bei der ersten Kindersingewoche im Jahr 1996 das großgeschriebene Ziel. Das Projekt entstand aus der Sozial-Missionarischen Kinderarbeit der Golgatha-Gemeinde Heldrungen.

Die hauptamtliche Leitung hatte damals Katrin Piper inne, sie begann mit der Kindersingewoche. Von Beginn an ehrenamtlich unterstützend wirkte Kathrin Fickardt. Gerade als Rollstuhlfahrerin hat sie schon immer ein gutes Einfühlungsvermögen für das soziale Miteinander. Sie ist die „Mama der Kisiwo“ und wird sie begleiten, solange ihre Gesundheit und ihre Behinderung es zulassen. Seit 2006 ist auch Florian Stipek dabei, er übernimmt seit längerem Leitungsfunktionen, ist das Organisationstalent und hat es sich zum Herzensanliegen gemacht.

Anfangs fanden die Freizeiten im Jugendbegegnungszentrum zu Heldrungen statt, bereits damals mit einer einzigen Voraussetzung: Spaß am Singen. Diese Formulierung wurde später sogar in einem Zeitungsartikel aufgegriffen (G+H 29.04.2007)

Im Jahr 2005 wurde die Kindersingewoche erstmalig integrativ mit dem Körperbehindertenverband Annerose e.V. durchgeführt. Gefördert wurde dieses Projekt durch Aktion Mensch, da es erst das zweite Angebot dieser Art in Deutschland darstellte.

„Egal welche Gaben die Menschen haben, jeder wird gebraucht, kann sich und Anderen nützlich sein. Das durch Eigenerfahrung zu vermitteln, ist unser Anliegen.“
(OTZ 2007)